Oktober 15th, 2010
Versöhnliches Ende
Entgegen meiner ursprünglichen Annahme war zum Finale in Oschersleben der Zeitplan, wie zu Beginn der Saison. Also am Freitag nur freie Trainings, Samstag dann morgens Qualifikation und Mittag Rennen.

In den freien Trainings lief es dann auch noch recht zäh für uns. Trotz reichlich Streckenkenntnis waren wir nur im hinteren Mittelfeld zu finden. Dabei fuhren wir sogar die Zeiten von Anfang des Jahres. Scheinbar hatte sich die Einstufung der anderen Teams zu unseren Ungunsten entwickelt. Verdammt eng ging es zudem auch noch zu. So waren im zweiten freien Training die besten 16 Teams mit nur 1,5 Sekunden Abstand unterwegs. Uns fehlte es einfach an Topspeed. Scheinbar war der neue Motor doch anders als unser früheres Triebwerk.
Für die Qualis hatten wir nun über Nacht genügend Zeit an der Abstimmung zu pfeilen und hofften natürlich an die Resultate vom Jahresanfang anknüpfen zu können. Norman konnte in Q1 auch noch ein akzeptables Ergebnis heraus fahren. Er wurde Siebenter. Und selbst dabei war er eine Sekunde langsamer als die Besten. Aber es war auch ein sehr chaotisches Qualifying. Insgesamt wurde es 3x wegen diverser Dreher und Unfälle mit roten Flaggen unterbrochen. Wir waren somit doch recht glücklich eine vernünftige gezeitete Runde zu haben. Als ich dann ins Auto stieg, um das zweite Qualifying in Angriff zu nehmen war sofort etwas merkwürdig. Ich brachte die Reifen auf Temperatur und wollte auf eine schnelle Runde gehen. Nicht nur das mir die Anderen auf den Geraden um die Ohren gefahren sind, auch beim Anbremsen reagierte der Ascari völlig unerwartet und untypisch. Nach wenigen Runden ließ ich das an der Box kontrollieren. Wie sich schnell heraus stellte, hatte ich einen gebrochenen Stabilisator. Damit war der Kampf endgültig erledigt und Platz 16 das unrühmliche Ergebnis unserer letzten Quali.
Die Zeichen für die Rennen standen somit natürlich voll auf Angriff. Für Samstag machten wir uns noch ein paar Hoffnungen, da wir nach Bestrafung zweier Konkurrenten sogar von Platz fünf starten konnten. Sonntag musste man sehen, was überhaupt möglich war.
Norman legte ein guten Start hin und konnte seine Position halten. Dummerweise bekam er in der ersten Kurve von der Viper einen Schlag aufs Heck. Und unsere Erinnerungen an den Sachsenring wurde wach. Als Norman die ersten Male auf Start/Ziel vorbei kam, konnten wir sehen dass unser Diffusor beschädigt war. Er klagte auch über einen stetigen Leistungsverlust und hielt sich tapfer im Mittelfeld. Als ich zum Boxenstopp das Fahrzeug übernehmen sollte, sahen wir das ganze Ausmaß der Beschädigung und entschieden uns den Wagen aus dem Rennen zu nehmen. Zu groß war der Leistungsverlust und das Risiko den Motor erneut zu zerstören. Also ein Totalausfall ausgerechnet in dem Rennen, indem wir doch nochmal Einiges zeigen wollten. Also alles auf Anfang für Sonntag.
Von Platz 16 startend versuchte ich direkt etwas Boden gut zu machen. Ich schaffte es auch in der ersten Runde zwei Konkurrenten zu überholen. Ich merkte allerdings direkt, dass uns noch mehr Topspeed als an den Vortagen fehlte. Wir waren gut 15 km/h langsamer als alle anderen Autos. Also ging es fortan mehr um ein sauberes Rennen und das Halten der Position, als um einen echten Kampf nach vorn. Und das sollte sich auszahlen. Diverse Rangeleien sorgten für einen Safety Car Einsatz, welcher das Feld wieder dicht zusammen brachte. Mit dem schnellsten Fahrerwechsel aller Teilnehmer konnten wir dann noch etwas Boden gut machen. Norman fuhr sicher weiter, holte noch ein paar Plätze und dank einer Disqualifikation vom Porsche der #6, landeten wir am Ende sogar noch auf Platz 7. Damit gab es doch noch einen unverhofft versöhnlichen Saisonausklang und letztes Rennen auf dem Ascari im ADAC GT Masters.
Ein großes Dankeschön möchte ich an dieser Stelle nochmals an die ganze Truppe von Leipert Motorsport aussprechen. Das ganze Jahr über war die Athmosphäre perfekt und ich fühlte mich immer wohl und bestens aufgehoben. Dank natürlich auch an all meine Sponsoren, die mir zuverlässig zur Seite standen und meine Einsätze erst ermöglicht haben.
Direkt von Oschersleben ging es für mich dann weiter nach Brno, wo ich einige Tage für die AMG Driving Academy als Instruktor unterwegs war. Wie man so schön sagt ist vor der Saison ja auch nach der Saison und so stehen in der nächsten Zeit, arbeitsreiche Wochen auf dem Programm. So möchte ich neue Sponsoren gewinnen und ein Konzept für die kommende Saison auf den Weg bringen. Wohin die Reise führt werde ich Euch alle wissen lassen. Auf jeden Fall kann ich dafür immer Euer Daumen drücken gebrauchen.

Besten Dank für eure Unterstützung, bis bald Euer Roland.
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September 30th, 2010
Das Beste zum Schluß
Nachdem es die letzten Wochen doch einige Probleme für mich gab, das nötige Budget für das Saisonfinale zusammen zu bekommen, freue ich mich umso mehr, dass nun alles unter Dach und Fach ist. Ein großes Dankeschön in diesem Zusammenhang auch an meinen Teamchef Ingo Leipert. Das Finale kann kommen.

Das Team war in den letzten Wochen erneut sehr aktiv und hat unseren Ascari ausgiebig getestet. Der am Nürburgring noch neue Motor wurde nochmals anders eingestellt. Schließlich hatten wir dort ein gewisses Manko ausgemacht. Inzwischen sollte alles wieder zuverlässig laufen. Zumindest hat der Bolide dies bei den Tests bewiesen. Nun ist es an Norman und mir uns erfolgreich in die Winterpause zu verabschieden. Und an Oschersleben haben wir recht gute Erinnerungen. Zu Saisonbeginn waren wir dort äusserst konkurrenzfähig unterwegs. Unter die Top 5 sollten wir in jedem Fall fahren, aber eigentlich wollen wir zweimal aufs Podium! Also vielleicht das beste Rennwochenende am Ende der Saison abliefern. Am Freitag wissen wir mehr, dann stehen wie immer die Trainings und Qualifikationsläufe auf dem Programm.
Ich freue mich auf das Wochenende und euch Fans an der Rennstrecke.
Euer Roland
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August 29th, 2010
Rennen 2
Startplatz 17 war am heutigen Sonntag unsere Ausgangsposition. Also hatten wir keine hohen Erwartungen. Die Strecke präsentierte sich leicht feucht, da sich ein Nieselregen über die Strecke ergoß. Allerdings war es nicht so viel, dass es Sinn gemacht hätte, nicht auf Slicks zu starten.

Der Start verlief relativ reibungslos und das gesamte Feld machte sich auf Richtung Hatzenbachbogen. Bei voller Fahrt bekam ich plötzlich einen Schlag hinten aufs Auto. Wolfgang Kaufmann war wohl der Meinung, dass man mit einer Viper so fährt. Für unseren Ascari war das auch von Nachteil. Der linke Auspuff war verbogen und so kam zu unserem ohnehin vorhandenen Leistungsdefizit noch etwas mehr hinzu. Fortan lag ich im Mittelfeld um den 15. Platz. Musste alles geben, um mit stumpfen Waffen nicht weiter zurück zu fallen. Auf den langen Geraden waren wir äusserst anfällig für die Manöver der Konkurrenz.
Zur Rennmitte übergab ich das Auto dann an Norman, der nun alles versuchen sollte, Boden gegen die schwächeren Fahrer gut zu machen. Und er machte seine Sache gut. Unaufhörlich arbeitete er sich vorwärts. Doch plötzlich gab es hinten rechts am Auspuff Feuer. Wie sich heraus stellte, hatten sich bei dem Crash mit der Viper, Carbonteile auf den Auspuff verteilt, die nun abbrannten. Zum Glück ohne größeren Schaden anzurichten. Kurz vor Rennende begann es dann erneut zu regnen, was Norman deutlich entgegen kam. Er war in seinem Umfeld mit Abstand der Schnellste. Leider wurde er dann vom Kollegen Ritskes angeschubst und in einen Dreher gezwungen. Letzlich lief er auf Platz 11 ins Ziel ein. Sieger war erneut der Alpina BMW mit Matzke und Wirth.
Keine Punkte, aber wenigstens mal am Sonntag im Ziel so könnte man den Tag zusammenfassen. Was es allerdings auch noch fest zu halten gilt, ist die Tatsache, dass es keiner unserer Konkurenten für nötig gehalten hat, sich für Rempler und Dreher zu entschuldigen. Fehler passieren, aber man sollte dazu stehen. Ein paar Erkenntnisse für das Qualifying konnten wir an diesem Wochenende auf jeden Fall erlangen. Für das Finale sollte uns das helfen. Schön war auch der häufige und durchweg positive Zuspruch, der zahlreich anwesenden Fans. Danke euch!
Das Auto ist heil und ein paar Wochen Pause stehen nun an. Ich werde mit meiner Frau etwas Urlaub machen. Die Ostsee ruft. Anfang Oktober geht es dann wieder in die Magdeburger Börde, zum Finale nach Oschersleben. Da lief es zu Beginn des Jahres recht gut, also freuen wir uns auf bald.
Euer Roland.
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August 28th, 2010
Rennen 1
Samstag heißt Renntag Nummer eins für uns. So ging es heute wie immer um 12 Uhr auf die Reise für eine Stunde Rennaction. Mit Startplatz 10 waren unsere Hoffnungen für dieses Rennen höher, als sie für morgen sind. Zum Start hatten wir eine trockene Strecke, aber es war recht kühl und windig. Die Vorhersage sprach von 20-30% Regenwahrscheinlichkeit.
Norman war am Start im Auto und kam auch gut beim Umschalten der Ampel weg. Auf Platz 9 liegend bog er in die erste Kurve, wo er von Luca Ludwig aufs Korn genommen wurde. Er krachte Norman rechts ins Heck, was den Ascari aus der Bahn warf. Der Speed war Weg und einige Konkurenten zogen vorbei. Zwei Kurven später riskierte Norman dann etwas zuviel und drehte sich nochmal komplett um die eigene Achse. Dabei hatten wir ordentlich Glück, dass niemand in unseren Boliden gekracht ist. Nun war er Letzter und es konnte nur noch besser werden. Seine Aufholjagd begann und schon nach zwei Runden war er 19. Im weiteren Verlauf ging es weiter nach vorn, so das Norman nach 10 Rennrunden den 14. Platz inne hatte. Allerdings betrug der Abstand zur Spitze bereits knapp 30 Sekunden. In der selben Position kam er dann auch zu einem späten Stopp an die Box.
Prompt als ich im Auto saß, gab es ein paar Tropfen vom Himmel. Dabei blieb es aber auch. Ich bemerkte schon nach wenigen Kurven, wie sehr Norman den Ascari rangenommen hatte. Die Reifen waren schon gut in Mitleidenschaft gezogen worden. So musste ich ordentlich kämpfen, uns weiter nach vorn zu fahren. Dank eines Crashes in Turn 1 zwischen Kox und Herndlhofer rutschten wir auf Platz 12 nach vorn. Dort knöpfte ich mir dann die grüne Viper vor und machte kurzen Prozess. Diese hätte mich ohnehin nur aufgehalten. Meine Zeiten waren akzeptabel, besonders im Hinblick auf unsere Topspeedwerte. Denn da sind wir absoult Letzte. Knapp 12km/h fehlen uns auf die Spitze. Das sollte locker eine Sekunde pro Runde sein. Tim Bergmeister musste seinen Porsche dann abstellen und wir waren damit in den Top Ten. Ins Ziel bin ich dann als 9ter gefahren mit 38 Sekunden Rückstand. Sieger waren Matzke und Wirth auf dem Alpina, vor Ludwig/Mies. Wenn man sieht dass sie uns am Start noch ins Heck gefahren sind, kann man sich mal wieder vorstellen was drin gewesen wäre.
Nach dem Rennen wurden noch zwei vor uns platzierte Konkurrenten bestraft, was uns letzlich auf Position 7 spülte. Somit gab es mit den zwei Punkten sogar noch eine zählbare Belohnung für unsere Aufholjagd. Die hat sich das Team allemal verdient, muss man unserer Leipert-Truppe für die Leistungen der letzten Wochen doch ein riesen Kompliment aussprechen. Der Motor läuft nämlich tadellos.
Nun werten wir die heute gesammelten Daten aus und versuchen noch ein bisschen die Balance des Autos zu verbessern. Morgen heisst es natürlich wieder volle Attacke.
Daumen drücken!
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August 27th, 2010
Der Regengott ist kein Ascarifan
Wie ich euch gestern schon geschrieben habe, wünschte ich mir für heute eine nasse Piste. Über Nacht haben wir am Fahrzeug einige Änderungen vorgenommen und auch der neue Motor ist inzwischen besser eingefahren. Und meine Wünsche sollten sich verwirklichen. Dachte ich zumindest. Bis wenige Minuten vor unserem ersten Qualifying regnete es in Strömen und die Eifel zeigte sich von ihrer gewohnten Seite. Als es dann aber los ging, riss der Himmel auf und die Sonne trocknete die Piste in Windeseile ab. Also nichts mit Regentraining.
Norman nahm das erste Qualifying in Angriff und kam richtig gut zurecht. Er spulte ein paar schnelle Runden ab und konnte sich in der Spitzengruppe etablieren. Zum Ende hin wurden einige Fahrer noch deutlich schneller und letztlich stand der 10. Platz auf dem Resultat. Die Top Drei waren Matzke, Frankenhout und Klingmann.
Ich griff im zweiten Teil ins Lenkrad, welches das stärker besetzte Qualifying war. Ich konnte eine akzeptable Zeit setzen und machte mich daran diese zu verbessern. Leider hatten einige Konkurrenten wohl etwas dagegen. Nicht das ich im Stande gewesen wäre die 2,01er Zeiten von Peter Kox & Co mitzugehen, dass ich aber dreimal von anderen Fahrern auf meinen schnellen Anläufen behindert wurde, ist schon etwas zuviel des Guten. Da nützen auch zwei persönliche Sektorbestzeiten nichts, wenn man die Runde nicht komplettieren kann. Aber man sieht sich immer zweimal im Leben. Letztendlich bin ich mit 2,5 Sekunden Rückstand auf dem enttäuschenden 17. Platz gelandet.
Nun bleibt vor allem für morgen zu hoffen, dass uns keine größeren Probleme in die Quere kommen. Von Platz 10 aus sollte trotz fehlendem Topspeed etwas Zählbares für uns drin sein.
Also wie immer, drückt uns die Daumen! Ab 12 Uhr gilt es morgen wieder. Ganz nebenbei hat es direkt nach unserem Qualifying wieder angefangen zu regnen…
Euer Roland.
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August 26th, 2010
Zwei Rennen im Rahmen der GT1 Weltmeisterschaft
Die Meisterschaftsläufe 11 & 12 stehen an diesem Wochenende an und Norman und ich sind sehr glücklich überhaupt an dieser Veranstaltung teilnehmen zu können. Dank gilt unserem Team rhinos Leipert Motorsport, die in den letzten Tagen, seit dem SuperGau am Lausitzring, alles daran gesetzt haben unser Auto wieder flott zu machen. In Zusammenarbeit mit externen Ingenieuren, unseren Techniker aus dem Team und nicht zuletzt unserem eifrigen Teamchef Ingo Leipert ist es gelungen uns einen neuen Motor zu organisieren und ihn auch ans Laufen zu bringen.
Heute war es dann schon am Donnerstag soweit unsere zwei Freien Trainings in Angriff zu nehmen. Da wir diesmal im Rahmen des einzigen GT1 WM-Laufs in Deutschland am Start sind, ist dies von Nöten. In den nächsten Tagen heisst das natürlich Schmalkost für uns mit je nur einer Streckenaktivität pro Tag.
Zu Beginn galt es für Norman den neuen Motor einzufahren. Also keine hartes Beschleunigen und check aller Systeme. Dabei gab es erwartungsgemäß noch einige Stolpersteine zu überwinden. Zudem hängen wir von der reinen Motorleistung noch gut hinterher. Obendrein gibt es aktuell auch noch diverse Balanceprobleme unseres Boliden. So macht sich grad etwas Ernüchterung breit. Mit unserem 18. und 17. Platz stehen wir nicht auf unseren üblichen Positionen. Hoffen sollten wir auch auf eine naße Piste. Denn im Regen sollte sich unser Leistungsdefizit nicht so extrem bemerkbar machen. Wieder einmal werden wir über Nacht alles Mögliche versuchen und unsere Ideen umsetzen, damit wir morgen in jedem Fall etwas besser dastehen werden.
Ab 12:50 Uhr heisst es morgen dann wieder alles geben, um uns in eine gute Ausgangslage für die Rennen zu bringen. Dieser werden wie gewohnt bei kabel1 ab 11:45 Uhr übertragen.
Bis dahin Ciao Euer Roland.
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August 16th, 2010
Fortuna ist nicht auf unserer Seite
Unzählige Rennen und Trainings bin ich auf dem Lausitzring schon gefahren. Darunter waren die verschiedensten Fahrzeuge. Vom Formelrenner, über Tourenwagen, (sogar im Oval) bis hin zu meinem damaligen Mercedes-Renntruck. Oft war ich hier vor meinen heimischen Fans in guten Ausgangslagen unterwegs und leider lief oft etwas schief. Leichte technische Probleme oder unberechtigte Strafen haben es mir oft nicht leicht gemacht, meinen Fans in der Heimat Rennen zu liefern, bei denen sie mitfiebern konnten. Was wir an diesem Wochenende erleben mussten übertrifft jedoch alles
Nach den Freien Trainings und reichlich Abstimmungsarbeit am Freitag, gab es aufgrund starken Regens ein extra Training von 15 Minuten.

Dies wurde direkt vor dem ersten Rennen durchgeführt. Nach einer halben Runde in diesem Training bemerkte mein Teamkollege Norman einen enormen Leistungsverlust. Er kam direkt wieder in die Box, wo wir uns sofort auf die Suche nach der Ursache gemacht haben. Mittels einiger Messungen über die Zündung und Abgastemperatur konnten wir schnell feststellen, dass etwas mit der linken Zylinderbank nicht stimmte. Kurz vor dem Start zum ersten Rennen war dies natürlich enttäuschend. An einen Start war nicht zu denken. Später wussten wir, dass wir einen Motorschaden haben. Da bei einem solch exotischen Boliden, wie unserem Ascari so etwas nicht so einfach zu ersetzen ist und Teile europaweit Mangelware sind, stand schnell fest das auch Sonntag nichts gehen würde.
Also keine Rennen in der Heimat und Frust pur. Euch keine packenden Duelle zeigen zu können, hat mich sehr geärgert und tut mir wirklich leid für all meine Fans daheim.
Wie es jetzt weiter geht wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Ich werde berichten…
Euer Roland.
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August 13th, 2010
Mein Heimrennen in der Lausitz
Zunächst muss ich mich bei Euch allen entschuldigen, da ich in den letzten Wochen nichts von mir habe hören lassen. Leider hat mir die Technik einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun sollte aber alles wieder laufen und ich kann Euch meine ersten Eindrücke aus der Lausitz schildern. rolandrehfeld.com ist endlich online und hier findet ihr ab sofort alle Neuigkeiten über mich und meine Rennerei.
Heute standen wie gewohnt die freien Trainings und die Qualifikationen auf dem Programm. Und wieder Erwarten hatten wir zu Beginn massive Handlingsprobleme, die sich aus alten Reifen, unserer Abstimmung und einer inzwischen recht welligen Strecke am Lausitzring zusammen setzten. Wir konnten uns allerdings schnell sortieren und an unser Set-Up entsprechend verbessern. Allerdings mussten wir feststellen, dass es uns doch etwas an Topspeed fehlt. Unsere Mittelfeldplatzierung in den freien Trainings war defintiv nicht was wir uns vorgestellt haben.
Für das Qualifiying haben wir mich als ersten und Norman als zweiten Fahrer auserkoren. Also habe ich gleich zu Beginn meiner 20min alles daran gesetzt eine gute Zeit in den Asphalt zu zaubern. Ich war auch sofort bei der Musik und konnte uns einen zwischenzeitlich fünften Platz heraus fahren. Die Spitze wurde jedoch enorm schnell und letztlich fehlten mir knapp eine Sekunde auf den Lambo von Reiter Engineering. Wir waren jedoch schneller als je ein Ascari auf dem Lausitzring unterwegs gewesen ist. Rund 1,2 Sekunden haben wir zum Vorjahr gefunden. Etwas Glück hatten wir in unserer schnellsten Runde ohnehin. Durch eine von Sebastian Asch verursachte Trainingsunterbrechung, konnten ich nochmal einen zweiten Anlauf starten und mich deutlich verbessern.
Norman fuhr dann in Q2 auch prompt in seinem vorher gezeigten Leistungslevel. Leider hat er es etwas zu sehr mit der Brechstange versucht und den Ascari etwas überfahren. Zuviel Angriff verträgt diese Strecke einfach nicht und mit ihren 3,4km summieren sich Kleinigkeiten schnell zu einem deutlichen Abstand. Ein 14. Platz mit 1,4 Sekunden Abstand zur Spitze stehen jedenfalls im Ergebnis zum zweiten Qualifying.
Unsere wie immer konstanten Rundenzeiten, mit alten und neuen Reifen stimmen mich grundsätzlich jedoch positiv. Denn unser Ziel, endlich zwei zählbare Ergebnisse einzufahren besteht in jedem Fall. Ich werde mich gleich mit unserem Ingenieur an die Auswertung unser zahlreichen Daten dieses Freitags setzen, um eine Lösung für unsere offenen Fragen zu finden. Der Wettergott hat sich aktuell auch noch nicht entschieden, was er uns für die einzelnen Rennen präsentieren möchte. Morgen Punkt 12Uhr gilt es wieder, wenn ich den Start zu Rennen 1 fahre.
Euer Roland grüßt aus einer aktuell verregneten Lausitz.
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Juni 15th, 2010
Ein kurzes Wochenende
Unser Rennen am Nürburgring war eigentlich gar keines. Schon beim morgendlichen Training gab es Probleme mit dem neuen Getriebe. Scheinbar wurde seitens des Herstellers zuviel Öl eingefüllt. In jedem Fall zwang uns ein undichtes Getriebe schon vor dem Rennen zur Aufgabe. Ein so kostenintensives Experiment kann man als Privatteam einfach nicht riskieren.
Nichtsdestotrotz möchte ich bei einem späteren Rennen nochmal mit den Jungs an den Start gehen. Nun steht allerdings erstmal etwas Urlaub. Die Berge rufen und wenn ihr das lest, bin ich mit meiner Frau schon in Österreich.
Bis bald aus Assen, dann wieder im Ascari.
Euer Roland.
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Juni 11th, 2010
Gastauftritt mit Freunden
An diesem Wochenende bestreite ich mein erstes VLN-Rennen der Saison 2010. Zusammen mit Harald Proczyk und René Rudelt, für dessen Team wir starten, wollen wir als kleines Berliner Privatteam einen Achtungserfolg landen. Das wäre in unseren Augen ein vierter oder fünfter Platz in der Klasse SP3T, in der wir starten.
Unser Opel Astra GTC hat vor diesem Rennen erstmals ein sequentielles Getriebe bekommen, sodass die Haltbarkeit dessen besonders in unserem Fokus liegt. Für René ist es zudem der erste Renneinsatz überhaupt mit so einem Getriebe. Zusammen mit den 320PS unseres Astra GTCs sollten wir Dank der neuen Technik durchaus bis zu 10 Sekunden schneller pro Runde sein als zuvor mit dem herkömmlichen Getriebe. Samstag ab 12 Uhr läuft unser Rennen zur 41. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy und wir werden sehen wie wir uns gegen die Kissling-Astras, Audi TTs und Seat Leons schlagen werden.
In jedem Fall wollen wir viel Spaß haben und ich werde euch morgen davon berichten.
Euer Roland an diesem Wochenende #340.
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